Geschichte

Kurzer Umriss der Geschichte Falkensteins

Am 18. Juni 1912 wurde unsere Verbindung als KDStV Danubia mit dem Wahlspruch „Contra torrentem – Gegen den Strom“ und den Farben weiß-orange-grün-weiß gegen einigen Widerstand im CV gegründet.

Gründungsfest der „Danubia“ 1912

Zur Aufnahme in diesen musste sie wieder aufgelöst und unter dem jetzigen Namen und mit dem neuem Wahlspruch „Deutsch und treu“ am 9. Januar 1913 formal als Tochterverbindung der ältesten Freiburger CV-Verbindung neu gegründet werden. Der folgende Erste Weltkrieg ließ befürchten, dass die Verbindung nicht überleben würde, jedoch erwies sich die Gemeinschaft gerade in der Not der ersten Nachkriegsjahre als wertvoller Rahmen für das Studentenleben.

Die Falkensteiner Füxe 1925, rechts im Bild (Pfeil) Herbert Schlösser, der nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich die Wiederbegründung in die Wege geleitet hat.

Schon bald kam jedoch eine neue Belastung des Verbindungsbetriebes: die Nationalsozialisten sahen gerade in den konfessionellen Verbindungen eine Bedrohung und machten ihnen das Leben schwer. Als Folge löste sich schon 1935 der CV auf und mit ihm erloschen auch die meisten ihm angehörenden Verbindungen, so auch Falkenstein. Ehemalige Mitglieder schlossen sich in „Alt-Falkenstein“ zusammen, bis diese Vereinigung dann 1937 auch verboten wurde und sich die Nazis das Verbindungsvermögen (in der Hauptsache unser 1928 gebautes Berghaus in Altglashütten am Feldberg) per Zwangsenteignung sicherten.

Zwei Jahre nach Kriegsende 1947, wurde der  Rheinisch-Westfälische Falkensteiner Zirkel durch die Alten Herren Friedrich Scheiermann, Hubert Nückel, Joseph Bode und Herbert Schlösser wiederbegründet.  Das erste Falkensteinertreffen nach dem Krieg fand am 25. Oktober 1947 statt. Dieser Tag gilt als das offizielle Datum der Wiederbegründung. 51 Bundesbrüder nahmen an dem Treffen in Dortmund-Lütgendortmund teil. Dieses Treffen begann mit einem Convent, bei dem auch der Altherrenverband der KDStV Falkenstein – zunächst als Zonengemeinschaft – wiederbegründet wurde. Joseph Bode wurde zum Vorsitzenden, Friedrich Scheiermann zum Schriftführer und Herbert Schlösser zum Kassenwart gewählt.

Die Teilnehmer am ersten Treffen nach dem Krieg am 25. Oktober 1947 in Dortmund-Lütgendortmund

Unter dem wachsamen Auge der französischen Militärregierung rekonstituierte sich im Jahr 1949 auch die Aktivitas Falkensteins. Erster Senior wurde Manfred Nückel, Sohn des Falkensteingründers Hubert Nückel. Fuxmajor war Horst Roland Wild (Urmitglied der Aureata Eichstätt) und Schriftführer wurde Werner Thiemann.

Als Gesamtverband wurde Falkenstein bei seinem 38. Stiftungsfest, das vom 9. bis 11. Juni 1950 stattfand, wieder errichtet.

Die Wiederbegründer der Aktivitas Falkensteins im Jahr 1950

Auch in dieser zweiten Nachkriegszeit erwies sich diese Interessengemeinschaft als sinnvoll und der Ruf nach einem eigenen Haus in Freiburg wurde bald laut. Dieses ist uns seit 1957 unser Zuhause.

Literatur:
Klocke, Aloys: Geschichte der Katholischen Deutschen Studentenverbindung im CV Falkenstein in Freiburg (Breisgau) 1912-1962, Freiburg 1964

Strauß László, Fobes Raymund (Hrsg.):
100 Jahre Falkenstein – Jubiläumsfestschrift, Freiburg 2012